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| | Ursache von Frostschäden in wasserführenden Systemen | |
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| | Frost ist im Ursachenschlüssel des GDV als eigene Schadenursache aufgeführt. Jedoch genügt Frost allein nicht, Leitungswasserschäden zu verursachen. Es müssen weitere Randbedingungen erfüllt sein, damit es zu einem Schaden kommen kann: | |
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| |  | Physikalisch ist die Eisbildung in Wasser bei Unterschreiten des Gefrierpunktes nicht zu vermeiden. | |
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| |  | Damit die Phasenumwandlung flüssig/fest, d.h. Wasser in Eis, stattfinden kann, muss dem Wasser Wärme entzogen werden. | |
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| |  | Weiterhin findet Eisbildung nicht unmittelbar nach Unterschreiten des Gefrierpunktes statt, sondern erfordert eine gewisse Unterkühlung. Je geringer die Unterkühlung, desto langsamer die Eisbildung. | |
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| |  | Fließendes Wasser verlangsamt die Eisbildung erheblich, wie im Winter sehr anschaulich auf Seen und Bächen festzustellen ist. | |
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| |  | Bei der Umwandlung von flüssig in fest nimmt das Volumen des Wassers zu. Eis hat ein um ca. 9 % größeres Volumen als die gleiche Menge Wasser in der Nähe des Gefrierpunktes. In einem wassergefüllten abgeschlossenen Volumen führt daher eine Eisbildung über die Volumenzunahme im festen Zustand zu einem Druckanstieg (Diagramm Druckzunahme durch Eis). | |
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| | Dieser Druckanstieg ist für die Schädigung der wasserführenden Systeme verantwortlich, da die erreichten Drücke erheblich über den Werten liegen, die von den Bauteilen und Verbindungen ausgehalten werden. | |
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| 1. | Eine Frostperiode mit Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes. |
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| 2. | Ein geschlossenes System wasserführender Leitungen – Heizung oder Trinkwasser. |
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| 3. | Die Abkühlung einer wasserführenden Rohrleitung des Objektes unter den Gefrierpunkt mit Eisbildung. Dies setzt voraus: |
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| | a) | dass der Bereich nicht beheizt ist – z.B. Heizung ausgeschaltet oder ausgefallen, |
| | b) | oder dass der Wärmeabfluss in dem Bereich der Rohrleitung stärker ist als die Wärmezufuhr aus dem Gebäude – z.B. Rohrleitung in Außenwand oder Abseite. |
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| 4. | Stagnation – stillstehendes Wasser im System. |
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| 5. | Ausreichend Zeit – das Auskühlen einer gedämmten Rohrleitung im Fußboden eines vollständig erwärmten Gebäudes dauert länger als das Auskühlen einer freiliegenden Rohrleitung in einem Zimmer mit offenen Fenstern. Schadenursächlich ist damit nicht nur der Frost, sondern auch der unzureichende Schutz der betroffenen Installation vor der schädigenden Auskühlung während einer Frostperiode. |
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